Warum Bilder unbedingt optimiert werden müssen – SEOSENF #6

Christoph Kind

Warum Bilder unbedingt optimiert werden müssen – SEOSENF #6

Grundsätzlich muss man beim Einbau eines Bildes in eine Webseite drei Sachen kennen und beachten: Die Bildgröße, das Dateiformat und die Dateigröße. Nicht selten wird hier an Optimierung gespart, obwohl die Ladezeit für Google durchaus eine Rolle spielt: Googles Rankingsysteme belohnen laut der Dokumentation zur Nutzererfahrung auf Seiten Inhalte, die schnell laden und gute Core Web Vitals liefern — nicht als einzelnes Signal, aber als Zünglein an der Waage bei ähnlich guten Inhalten. Die optimale Dateigröße von Bildern ist ausschlaggebend für eine schnelle Ladezeit und damit für eine gute Nutzererfahrung auf der eigenen Webseite.

Das Dateiformat

Am bekanntesten ist das Bildformat JPEG (Joint Photographic Experts Group). Jede Digitalkamera gibt ihre Fotos als JPEG-Datei aus. Das JPEG-Bildformat besorgt uns hochqualitative Fotos bei geringer Dateigröße. Und eine geringe Dateigröße bedeutet für deine Homepage, schnellere Ladezeit. Das PNG-Format (Portable Network Graphics) komprimiert verlustfrei und beherrscht Transparenz — es eignet sich für Grafiken, Logos und Screenshots, bei Fotos wird die Datei aber deutlich größer als bei JPEG.

Inzwischen gibt es mit WebP und AVIF zwei modernere Formate, die bei gleicher Bildqualität spürbar kleinere Dateien liefern als JPEG und PNG. Beide werden von allen aktuellen Browsern unterstützt, und auch die Google Suche verarbeitet laut ihrer Dokumentation zur Bildersuche BMP, GIF, JPEG, PNG, WebP, SVG und AVIF. Für Logos und Icons ist SVG als Vektorformat die erste Wahl. Wer auf WebP oder AVIF umstellt, sollte über das <picture>-Element ein JPEG oder PNG als Fallback im src-Attribut hinterlegen — genau das empfiehlt Google in derselben Dokumentation.

Die Bildergröße

Die Bildgröße in Pixeln spielt eine wichtige Rolle auf deiner Webseite und ebenfalls für die Suchmaschinenoptimierung. Verkleinere die Bilder immer auf die Größe, in der du sie auch tatsächlich einbindest. Ein 4.000 Pixel breites Kamerafoto, das im Layout 800 Pixel breit erscheint, verschwendet nur Bandbreite. Da dieselbe Seite heute auf Smartphone und Desktop ausgeliefert wird, lohnt sich zusätzlich das srcset-Attribut: Damit bietest du mehrere Bildgrößen an, und der Browser lädt die passende Variante für das jeweilige Gerät.

Die Dateigröße

Je größer die Dateigröße, desto länger muss das Bild geladen werden. Es empfiehlt sich also, größere Dateigrößen zu optimieren, um somit längere Ladezeiten einer Webseite zu verhindern. Google bewertet dabei nicht die Komprimierung selbst, sondern das, was beim Nutzer ankommt: Über die Core Web Vitals misst Google unter anderem, wie schnell das größte sichtbare Element einer Seite geladen ist — und das ist sehr oft ein Bild. Als Faustregel empfehlen wir eine maximale Dateigröße von 200 KB pro Bild.

Alt-Text und Dateiname

Neben Format und Größe gibt es zwei Kleinigkeiten, die nichts mit der Ladezeit zu tun haben, aber darüber entscheiden, ob Google ein Bild überhaupt einordnen kann. Laut der Google-Dokumentation zur Bildersuche nutzt Google den Alt-Text zusammen mit Computer-Vision-Algorithmen und dem Seiteninhalt, um das Thema eines Bildes zu verstehen. Beschreibe im Alt-Text also, was zu sehen ist — ohne Keyword-Stapelei. Und gib der Datei einen kurzen, sprechenden Namen: Google nennt als Beispiel my-new-black-kitten.jpg statt IMG00023.JPG.

Bildoptimierung bei PageRangers

Bei PageRangers hast du die Möglichkeit, unter dem Bereich Optimierung dir zu große Bilder und Dateigrößen anzeigen zu lassen und sie gegebenenfalls zu bessern und zu komprimieren. Bilder die du direkt mit dem <img>-Tag auf deiner Webseite einbindest solltest du immer so klein wie möglich halten. Außerdem kannst du dir eine übersichtliche Analyse über das Bild direkt in unserem Tool anzeigen lassen.

Fazit Bildergröße Optimierung

Die Bildoptimierung ist eine effektive und einfache Möglichkeit, durch komprimieren von Bildern, längere Ladezeiten zu vermeiden und somit ein besseres Ranking zu erreichen. Achten Sie beim Komprimieren immer darauf, ein gutes Gleichgewicht zwischen maximaler Komprimierung und Bildqualität zu erzeugen.

Was ist der SEOSENF?

Der SEOSENF ist praktisch unser Podcast und richtet sich an SEO Einsteiger. Wer sich also bisher wenig mit SEO (Suchmaschinenoptimierung) auskennt und mehr Sichtbarkeit für seine Seite bei Google erzielen will, der sollte sich den SEOSENF auf jeden Fall einmal anhören. Wie der Podcast entstanden ist, liest du in unserem Beitrag SEOSENF – der SEO Podcast für Einsteiger ist on air.

Podcast zum Thema Bildoptimierung anhören

Ihr könnt euch den Podcast zum Thema (Folge 6) direkt auch hier im Browser anhören. Auch sind wir kostenfrei über Apple Podcasts abrufbar mit dem SEOSENF.

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